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Wie sooft in der Medizin, wurden diese "Nanobakterien", die einen Durchmesser von nur 50 bis 500 millionstel Millimeter (Nanometer) besitzen, durch einen Zufall entdeckt. Olavi Kajander von der Universität Kuopio spürte die Winzlinge, die bis zu hundertmal kleiner als gewöhnliche Bakterien, auf als er mit einem Elektronenmikroskop nach Viren suchte.
Kuopio (8. Juli 98/08:35)
- Möglicherweise spielen Bakterien eine Rolle bei der
Entstehung von Nierensteinen.
Forscher aus Finnland konnten in ihnen Bakterien
nachweisen, die Mineralien
produziert. Der Laborversuch zeigte, daß sich diese
erst seit kurzem bekannten
Organismen in eine mehrere Mikrometer dicke Schicht
aus anorganischen Substanzen
hüllen. Die nachgewiesenen Bakterien heißen aufgrund
ihres geringen Durchmessers
von 0,2 - 0,5 µm Nanobakterien.
http://www.uku.fi/~kajander/comparison.html
Sie sind die kleinsten bisher
bekannten Lebewesen.
Der Biochemiker Olavi Kajander von der University of Kuopio entdeckte sie vor mehr als zehn Jahren in Kulturen von Säugetierzellen. Da sie auch im menschlichen Blut nachgewiesen werden können, haben sie unter Umständen Bedeutung für verschiedene Erkrankungen, die mit der Ablagerung von Calcium einhergehen. Hierzu zählen nicht nur seltene Krankheiten wie Sklerodermie oder Aortenklappensklerose, sondern auch die Arteriosklerose und Nierensteine. http://korb1.sote.hu/KKK/DESCRIPT/0447/0447047D.HTM
In der Ausgabe der Proceedings
of the National Academy of Science vom 7. Juli 1998
http://www.pnas.org/
wurde nun eine Untersuchung von Kajander und und seinem Kollegen
Neva Çiftçioglu
von der University of Kuopio veröffentlicht. Die beiden Wissenschaftler
konnten in jedem der 30 untersuchten
Nierensteine Nanobakterien in unterschiedlichen
Konzentrationen nachweisen.
Weiterhin zeigten sie, daß die Bakterien Apatit produzieren,
wenn sie im Labor in einem
Medium gehalten werden, das Gewebsflüssigkeit oder Urinfiltrat
entspricht. Apatit http://www.ecomed.de/naturw/bereiche/stiwo/archkera/apatit.htm
ist ein Mineral aus Calcium-Phosphat
und stellt einen Hauptbestandteil von Nierensteinen
und anderen Ablagerungen
in Zellgewebe dar. Es unterscheidet sich aber von den
Calciumanteilen in den Knochen
und Zähnen.
Die Apatit-Kristalle bilden
eine harte Schale um die Bakterien herum und schützen
sie vor schädigenden
Einflüssen. Elektronenmikroskopisch zeigen Nanobakterien mit
ihrer kristallinen Hülle
große Ähnlichkeit mit Nierensteinen. http://www.herringlab.com/sems/sems2.html
Kajander und Çiftçioglu
vermuten, daß Nanobakterien den Ausgangspunkt von Nierensteinen
bilden könnten - sie
würden als Kristallisationskeim dienen. Diese Hypothese wird
auch durch die Tatsache unterstützt,
daß Nanobakterien
vom Blut in den Urin transportiert
werden. Im Blut kommen verschiedene
Proteine vor, welche die Bildung von Apatit-Kristallen
verhindern können.Aber
sobald die Nanobakterien den Blutstrom verlassen und sich
in Körpergewebe angesiedelt
haben, könnten sie die entsprechenden Minerale produzieren
und sich mit einer Schale
umgeben.
Etwa fünf Prozent der
Bevölkerung sind von Nierensteinen betroffen. Diese bestehen
in vier Fünftel der
Fälle aus Calciumphosphat und Calciumoxalat. Verantwortlich
für ihre Entstehung
werden bislang verschiedene Faktoren gemacht wie zum Beispiel
eine Übersättigung
des Urins mit steinbildenden Substanzen. Weitere Studien müssen
durchgeführt werden,
um zu zeigen, inwieweit Nanobakterien an der Entstehung von
Nierensteinen beteiligt sind.
Selbst wenn sie nicht ihre primäre Ursache sein sollten,
sind sie möglicherweise
ein Co-Faktor, der das Auftreten von Calcium-Ablagerungen
begünstigt. Daher ist
in Zukunft auch eine antibiotische Therapie gegen Nanobakterien
denkbar, um beispielsweise
Nierensteine zu verhindern. (Proceedings of the National
Academy of Sciences, Spektrum
der Wissenschaft)
(Ende)
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Schon seit längerer
Zeit weiß man um den Zusammenhang zwischen Bakterien und Nierensteinleiden
bei den sogenannten Struvitsteinen. Diese Steine bestehen aus Magnesiumammoniumphosphat
und machen 4-15 % aller Nierensteine aus. Sie werden auch als infizierte
Nierensteine bezeichnet, da in 80 % der Fälle Harnwegsinfektionen
mit Proteus- oder Pseudomonasbakterien für die Struvitsteinbildung
verantwortlich sind. Die Bakterien bilden das Enzym Urease, das über
eine Ammoniakfreisetzung aus dem Harnstoff eine Alkalisierung des Urins
bewirkt. Im alkalischen Harn sind Calciumphosphat und Magnesiumphosphat
nicht mehr so gut löslich, eine Steinbildung wird begünstigt.
Neuere Untersuchungen weisen
nun auch auf einen möglichen Zusammenhang zwischen Bakterien und Nieren-
bzw. Gallensteinen aus Apatit (Calciumphosphat) hin. Vor rund 10 Jahren
wurde die Klasse der Nanobakterien entdeckt, deren Mitglieder einen Durchmesser
von nur 200-500 nm haben; kaum größer als Viren und wesentlich
kleiner als E. coli sind. O. Kajander und N. Ciftcioglu, Institut für
Biochemie und Biotechnologie der Universität Kuopio, Finnland, gelang
der Nachweis, daß sich diese Nanobakterien während aller Wachstumsphasen
mit einer kristallinen Schicht aus Apatit umgeben. Die Bakterienkolonien
könnten möglicherweise als Kristallisationskern für die
Steinbildung oder andere krankhafte Kalkablagerungen im Gewebe dienen.
Wegen ihrer harten, schützenden Apatitschicht überleben die Nanobakterien
Situationen, in denen andere Bakterien absterben. Sie sind sehr hitzeunempfindlich,
auch eine kurze Antibiotikatherapie vermag ihnen nichts anzuhaben.Sehr
erfolgreich kann man jedoch gegen Nanobakterien mit Tetracyclinen vorgehen,
da sich diese Antibiotika in der Apatitschicht sammeln.
Quelle: Naturwissenschaftliche Rundschau 52 (1999) 68 (gekürzter Beitrag), Wissenschaftl. Verlagsges. mbH, Birkenwaldstr. 44, 70191 Stuttgart
Inge Mühldorfer1 und J. Hacker2
1Byk Gulden, Konstanz,2Institut für
Molekulare Infektionsbiologie, Universität Würzburg
Harnwegsinfektionen stellen in den Industrienationen die häufigsten bakteriellen Infektionskrankheiten dar. Nahezu 80% der unkomplizierten Harnwegsinfektionen, die bei ansonsten gesunden Menschen auftreten, werden von uropathogenen Escherichia-coli(UPEC)-Bakterien verursacht, die sich von anderen E.-coli-Isolaten durch die Ausprägung spezifischer Pathogenitätsfaktoren, wie Adhäsine, Toxine, O-Antigene, Kapseln und Eisenaufnahmesysteme, unterscheiden. Dagegen werden nur 20 – 40% der komplizierten Harnwegsinfektionen von UPEC verursacht. Das Spektrum der Verursacher von komplizierten Harnwegsinfektionen umfaßt eine Vielzahl von gramnegativen und grampositiven Bakterienarten, wie Proteus mirabilis, Klebsiella pneumoniae, Pseudomonas aeruginosa, Enterococcus faecalis, Staphylococcus saprophyticus und Staphylococcus epidermidis.Kürzlich wurde auch das Auftreten von Nanobakterien mit dem Entstehen von Nierensteinen in Zusammenhang gebracht. Des weiteren wurden pathogene Pilze, v.a. Candida-albicans-Stämme, als Verursacher von Harnwegsinfektionen identifiziert. Die Entwicklung einer Harnwegsinfektion unterliegt jedoch auch dem Einfluß von Wirtsfaktoren. So erhöht beispielsweise das Vorliegen einer strukturellen Abnormität des Urogenitaltrakts oder einer speziellen Blutgruppe die Wahrscheinlichkeit eines Menschen, an einer Harnwegsinfektion zu erkranken [25, 29, 34, 55].
Nieren- und Hochdruckkrankheiten, Jahrgang 28, Nr. 3/1999, S. 78–84
Erste Hinweise auf ihre Pathogenität lieferten elektronenmikroskopische Aufnahmen von Nanobakterien-Kulturen, die Schichten von knochenähnlicher Struktur oberhalb der Kolonien zeigten. Auch ihre Fähigkeit, Apatit auf der eigenen Zellwand abzulagern und die in-vitro infizierten Säugetierzellen intra- und extrazellulär zu ossifizieren, deuteten auf eine Rolle bei pathologischen Kalzifizierungsprozessen hin. Im Juli dieses Jahres berichtete dieselbe finnische Forschungsgruppe, dass ihnen der Nachweis von Nanobakterien in zufällig ausgewählten Nierensteinen mit verschiedenen Methoden gelungen war. Aus diesen und weiteren Ergebnissen folgerten sie, dass Nanobakterien zur Initiierung von Nierensteinen fähig seien und dies sogar bei neutralem pH und physiologischen Phosphat- und Kalzium-Konzentrationen.
Die Tragweite der Nanobakterien-Kontaminationen von Zellkulturen für Forschung und Produktion ist zur Zeit ebensowenig abschätzbar wie die Rolle, die Nanobakterien-Infektionen bei Erkrankungen spielen, die mit Kalzifizierungen einhergehen, von der Bildung von Gallen- und Nierensteinen, über die Sklerodermie bis hin zur Arteriosklerose.
Von der Verfügbarkeit spezifischer diagnostischer Möglichkeiten - bereits jetzt wird ein EIA-Test zum Nachweis von Nanobakterien in Zellkulturen kommerziell angeboten – darf ein wesentlicher Beitrag zur Klärung derartiger Fragen erwartet werden. (DS)
Lesen Sie auch den deutschen Text über Nanobakterien in Nierensteinen aus dem Jahre 1998.
Nikolaus Reimann
Hier der Beitrag von Bob Klein: Subject:
Re: calcifications question:Nanobacteria I am going to make a suggestion,
which I am sure will be controversial, but may be of help to you and to
others with prostatitis, especially if microcalcifications are part of
the picture. An unusual organism called nanobacterium sanguineum has been
identified in association with prostatic and other calcifications, although
some controversy remains surrounding the characteristics and pathogenicity
of this ultra-small and difficult to detect bacterium. It is unusual in
many respects including its small size (about 1/1000 of the usual bacterial
size) and its uniform association with layers of calcification, called
a biofilm, with which it encapsulates and protects itself. It is believed
by some to be associated with virtually all forms of calcification in the
human body including prostatic calculi(stones), kidney stones, calcification
of the ocular lens (cataracts) and arterial calcification (coronary and
carotid artery disease). It has recently been shown to give a false positive
test for Chlamydia. Very few labs are equipped to detect this organism
and most physicians have still not heard of it. You may reasonably ask
whether the Nanobacter and associated calcification is the cause of the
pathology or just an innocent byproduct of an underlying inflammatory process.
The final answers are not yet in and will not be known for several years
while studies are being performed (primarily on coronary disease), but
you may wish to try the treatment on yourself for a 1-2 month trial. The
2 researchers from Finland who discovered the Nanobacter by serendipity
and discovered its association with calcification were nominated for the
Nobel prize in 2000 and are actively engaged in expanding the knowledge
base. There is a large amount of info available, and anyone who has prostatitis,
especially if associated with calcification, should (in my opinion) consider
a treatment regimen that has been shown to remove the calicifications and
eliminate the nanobacterium. Unless the calcium that encapsulates this
organism is "unroofed" with the EDTA regimen (see below) the nanobacterium
can not be eliminated. There is a commercial product being tested for treatment
of coronary disease which uses a nightly rectal suppository of EDTA (this
chelates calcium and unroofs the nanobacter making it vulnerable to the
antibiotic) combined with oral enzymes and certain vitamins that augment
the EDTA, and a bedtime
dosage of tetracycline (doxycycline won't work) which kills the nanobacter
once it is unroofed. Arterial calcification scores have been objectively
documented in over 90 patients that are being followed by serial Cat scans
of the heart using new technology that allows quantification of the amount
of calcium present in the coronary arteries, which has a high correlation
with the probablitily of fatal myocardial infarction (heart attack). The
reductions in coronary calcification average 58% in just 3 mos. in this
group and continue to decline in patients who continue the regimen and
are re-tested. This is an ongoing study and it has not yet been published
and will not be until longer followup data are available. Does it work
for prostatitis? Anecdotally, the answer is yes. I tried it for myself
since I have well documented prostatitis. I had severe, longstanding and
intractable pain with ejaculation, and the urologists were unable to explain
it or treat it effectively. It was severe enough that I avoided ejaculation.
After 2 weeks on the nanobacter treatment program my pain completely disappeared
and I am continuing the treatment regimen since many other unexpected benefits
are taking place, especially a decrease in my chronic aches and pains from
multiple athletic injuries over the years. There are fewer "crackling noises"
as I move my joints, and my range of motion has improved. The main problem
with this regimen is that it is very expensive, costing approximately $300
per month, and you need a physician to write you a prescription. Otherwise
I would suggest that anyone with symptoms of prostatitis try it for one
month because it seems to work quickly, even though several months of treatment
may be needed (or even more if there are extensive calcifications in the
coronary arteries or elsewhere). If it works it is probably wise to stay
on an intermittent maintenance program with just several doses per month,
which makes it very reasonable financially. I hope I have interested some
of you in delving into this further. I am a physician and I am testing
the regimen in my practice and on myself, but I am not affiliated with
the company who developed this regimen, and I have no ulterior motive in
presenting this information except for my sincere desire to help as many
of my fellow sufferers as possible. I honestly don't know if this will
work for only an occasional case of prostatitis or whether it may turn
out to be the long awaited approach to an underlying pathology and disease
that has remained obscure. It is interesting that antibiotics will temporarily
suppress division of the organism but will not eradicate it unless it is
unroofed of its calcium. Maybe (this is pure supposition) the reason that
antibiotics often work transiently for prostatitis is that this Nanobacter
organism is temporarily suppressed but invariably emerges stronger than
ever after failing to be killed off by all the expensive and potentially
dangerous antibiotics that so many of us have been exposed to. Incidentally,
traumatizing the prostate with bike riding, excessive prostatic massage,
etc. may activate the nanobacter organism (if it is present) and encourage
it to replicate. Obviously a study needs to be done specifically for prostatitis
to see how often these organisms can be detected and whether their eradication
results in resolution or improvement of symptoms. Unless and until someone
does that study all we can do is gather anecdotal information, and it is
important to remain skeptical but open-minded. You can check out the Nanobacter
website to obtain more information. They are not specifically studying
prostatitis, but anecdotally they will tell you that they have had many
cases of success. Good Luck, and if any of you try the regimen please be
kind enough to share the results with me and the group. Website: http://www.nanobaclabs.com/
Good Luck!
Bob Klein
rklein42@aol.com
The NanobacTx regimen is proprietary and
only available through the group that developed it. You need to go to their
website as I suggested and contact them to find out if any doctor in your
area is able to write you the prescription for their program. It consists
of a bedtime suppository, bedtime tetracycline, and bedtime oral enzymes
and specific vitamins all of which need to work together..I cannot tell
you specifically what is in it since I do not know.
They obviously want to make money by selling
this and I can't blame then. They are to be commended in that they are
doing clinical trials and carefully monitoring results (in patients with
coronary artery disease). The beneficial effect on prostatitis is a bonus.
It has made a huge difference for me.
Good Luck.
Bob Klein
Quelle: PNAS 95, 7846-7847 und 8274-8279 (1998)
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